18.09.2020

FRA Cargo Klima-Index August 2020

News

(Trend zur Vorwoche: ↗↘→)

Überblick der Verkehrszahlen

Juli 2020

August 2020 Δ % Vorjahr
Cargo (Fracht & Post in t) 150.959 160.937 (↗) - 7,0%
Passagiere 1.318.502 1.511.256(↗) - 78,2%
Flugbewegungen 15.372 17.695 (↗) - 61,9%

Mit ca. 6 % ist das Frachtaufkommen gegenüber dem Vormonat erneut angestiegen (↗), während sich die Struktur kaum verändert hat: Das Frachtaufkommen verteilte sich im August zu ca. 78% auf Nur-Frachter (→), zu ca. 16% auf Bellyfracht (→) und zu ca. 5% auf Cargo-Only-Passagierflugzeuge (→). Der Anteil des Import- zum Exportaufkommen hat sich zum Vormonat kaum verändert (→). Das Verhältnis von Export zu Import hat sich jedoch leicht zugunsten des Exports (51% zu 49%) verschoben. So zeigte das Exportvolumen eine deutlich stärkere Zunahme und trug damit maßgeblich zur Zunahme des Gesamtaufkommens bei (↗).

Auch bei der Anzahl der Flugbewegungen und der transportierten Fracht zeigen die Nur-Frachter eine Seitwärtsbewegung im Vergleich zum Vormonat (→). Die Nur-Frachterbewegungen liegen somit weiterhin über den Werten von 2019 (↗).

Einschätzung der aktuellen Situation durch die befragten Frachtakteure

Die Einschätzung der Lage hat sich sowohl beim Im- wie auch beim Export aufgehellt: in beiden Fällen ist die Anzahl der Befragten, die das aktuelle Frachtaufkommen als „geringer als erwartet“ angeben, deutlich gesunken (↗). In gleichem Maße hat die Einschätzung der Frachtmengen als „oberhalb der Erwartung“ zugenommen (↗).

Auch hinsichtlich der Einschätzung des zukünftigen Aufkommens zeichnet sich bei Im- und Export ein positiver Trend ab: rd. 40% aller Befragten stufen die Entwicklung im Import als „zunehmend“ ein, beim Export sind dies sogar rd. 60% (↗). Dementsprechend hat sich auch die Einschätzung der Kapazitätsverfügbarkeiten verändert. Keiner der Befragten sieht derzeit mehr einen Überhang bei den zu Verfügung stehenden Kapazitäten (↗), während rd. 80% der Rückmeldungen von einer Nachfrage-gerechten Kapazitätsverfügbarkeit berichten.

Eine einheitliche Bewertung bei den Produktgruppen gab es nur hinsichtlich eines hohen Pharma-Aufkommens, das sich sogar gegenüber den vorherigen Wochen steigerte (↗). Bei den übrigen Produktgruppen bildete sich kein besonderer Trend heraus, was auf eine Zunahme der Frachtmengen über alle Gütergruppen verteilt schließen lässt. 100% der Befragten waren mit der Standort-Performance im eigenen Haus sowie der der Behörden zufrieden oder stuften diese als angemessen ein (→). Hinsichtlich der land- wie auch der luftseitigen Performance gaben über 80% mit „zufrieden“ oder angemessen“ eine positive Einschätzung der Situation ab. Jedoch stieg die Anzahl der Unzufriedenen, jedoch auf niedrigem Niveau. Dies ist sicherlich auf die Zunahme des Aufkommens und damit verbundene Auslastung von Kapazitäten zurückzuführen (↘).

Berichtete Erkenntnisse und Handlungsbedarfe aus den Erfahrungen der letzten Monate

Um die Rückmeldungen zur Performance in FRA bewerten zu können wurde diesmal auch um eine Einschätzung der Entwicklung von FRA im Vergleich zu europäischen Wettbewerben abgefragt. Rund zwei Drittel der Befragten stufen die Entwicklung von FRA besser als an Wettbewerbsstandorten ein. Dazu hat die in den letzten Monaten entwickelte und bewiesene Flexibilität wesentlich beigetragen. Diese wird auch zukünftig zu gewährleisten sein, da eine Festigung der Relevanz des Chartergeschäfts erwartet wird. Damit einhergehen Herausforderungen wie die Verfügbarkeit von Personalressourcen aber auch die genereller schwierigere Planbarkeit. Gleichzeitig steigt jedoch, zumindest für einzelne Branchengruppen, der Kostendruck aufgrund sinkender Margen.

Erstellt durch: FRA Cargo Team 18.09.2020, Zentrale Frachtinfrastruktur und Luftfrachtentwicklung, ZFL, Fraport AG
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